Historische Designs

Historische Entwürfe

Als Ignaz Bösendorfer im Jahre 1828 die Klavierfabrik Bösendorfer gründete, befand sich der Klavierbau in einer starken Phase der Entwicklung und Erneuerung. Instrumentenhersteller waren mit ständig steigenden Anforderungen der Pianisten and die Instrumente konfrontiert. Einerseits bedingt durch immer größere Aufführungsstätten, andererseits durch den Drang der Kompositionsentwicklung Stücke mit mehr Dynamik und einem größeren Tonumfang verwirklichen zu können. In dem musikalisch äußerst kreativen Umfeld Wiens entstand eine einzigartige Atmosphäre für die rasante Entwicklung der Flügel.

Skizze für einen Flügel von Norbert Schlesinger

Skizze für einen Flügel von Norbert Schlesinger

Legendär ist das Zusammenwirken mit Künstlern wie Franz Liszt oder Anton Rubinstein, die in enger Freundschaft dem Hause Bösendorfer zeitlebens verbunden waren. Neben den klanglichen und spieltechnischen Aspekten entwickelte sich naturgemäß auch die äußerliche Gestaltung der Instrumente weiter.

Die Formensprache veränderte sich dabei durchaus gewissermaßen parallel zur technischen Erneuerung, denn mit der gesteigerten Kraft und Fülle des Klanges wurde auch die formale Gestaltung wuchtiger und imposanter. Der zierliche und spielerisch verzierte Klangkörper eines Flügels des Biedermeiers wandelte sich im Lauf der Zeit zum vorzugsweise schwarz polierten Konzertflügel mit entsprechenden stattlichen Proportionen. Stets die Herausforderungen im Spannungsfeld zwischen Klang, Spielbarkeit und formaler Gestaltung zu suchen, war Bösendorfer als Klavierproduzent stets ein zentrales Anliegen und ist es bis heute geblieben.