Veranstaltungsarchiv

KLAVIERABEND Tina Kordic, Dienstag, 27. April 2009, 19.30 im BÖSENDORFER-SAAL

Die in Sarajevo und Wien ausgebildete und in Wien lebende Pianistin Tina Kordic ist schon mehrmals im Bösendorfer-Saal aufgetreten. Bei Ihrem Konzert am Dienstag, 21. April 2009, 19.30, wird sie Werke von Bach, Vande Vate, Balakirev und Chopin spielen.

KLAVIERABEDN Tina Kordic
Werke von Bach, Vande Vate, Balakirev und Chopin

Karten: 15.-/8.-

PROGRAMM
Johann Sebastian Bach: Englische Suite Nr.3 in g-Moll, BWV 808
(1685-1750) Prélude - Allemande - Courante - Sarabande
Gavotte alternativement - Gavotte II ou la Musette
Gigue

Nancy van de Vate: Twelve Pieces for Piano on One to
(*1930) Twelve Notes, Vol. I




-Pause-

Mily Alexeyevich Balakirev: Nocturne Nr.3
(1836-1910)


Frederic Chopin: Nocturne in c-Moll, Op. posth.
(1810-1849) Ballade in As-Dur, Op. 47
Scherzo in cis-Moll, Op. 39

Lebenslauf

Tina Kordic erhielt ihren ersten Klavierunterricht im Alter von sechs Jahren an der
Musikschule in Sarajevo. Ihre Musikausbildung setzte sie am
Musikgymnasium in Sarajevo bei Meira Smailovic fort. Ab 1990 studierte
sie an der Musikakademie in Sarajevo, Studienrichtung
Klavier-Konzertfach bei Aleksandra Romanic, ab 1992 bei Neda Stankovic.
Im Dezember 1994 inskribierte sie als Stipendiatin des Österreichischen
Ministeriums für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten an der
Universität für Musik und darstellende Kunst Wien in der Klasse von
ManfredWagner-Artzt und bestand 1999 die Diplomprüfung mit Auszeichnung.
Mit dem Stipendium des Österreichschen Ministeriums für Wissenschaft und
Verkehr machte sie an gleicher Universität ihr Postdiplomstudium bei
Leonore Aumaier und erhielt 2005 den akademischen Grad Magistra der
Künste (Magistra artium);Titel der Magisterarbeit „Die Geschichte des
Balletts in Sarajevo“.

1987 spielte sie ihr erstes Solokonzert im Rahmen des Sarajevo Winter Festivals.
Sie nahm an verschiedenen Meisterkursen teil, unter Anderem bei Arbo
Valdma, David Wilde und Vladimir Krpan. Bedeutend war ihr Engagement für
Erhaltung des Kulturlebens im belagerten Sarajevo während des Krieges
(1992-1995) indem sie bei fast allen Klavierkonzerten mitwirkte, wie zum
Beispiel: Chopin-Marathon, Mozart-Abende, Solokonzerte im Kammertheater
sowie die Produktionsaufnahmen für den staatlichen Sender von Bosnien
und Herzegowina.

Während des Studiums in Wien und danach spielte sie zahlreiche Konzerte
in Österreich, Deutschland, Ex-Jugoslawien und China. Ihr Debut mit den
Sarajevoer Philharmonikern im Februar 2000 im National Theater in
Sarajevo, sowie Solokonzerte in Sarajevo 2001, 2004 und 2007 wurden im
staatlichen Fernsehen von Bosnien und Herzegowina ausgestrahlt. Im
Studienjahr 2005/2006 repräsentierte sie das Vienna Konservatorium in
der VR China und unterrichtete Klavier als Gastdozentin an der
Musikuniversität in Weifang. Im Juli 2006 kehrte sie zurück nach Wien.

KRITIKEN

Leonore Aumaier über Tina Kordic:

„Ihre starke Bühnenpräsenz und ihre große künstlerische Gestaltungskraft ermöglichen ihr packende Interpretationen, die jedes Werk in seinem speziellen Wesen erfassen und dem Zuhörer echtes musikalisches Erleben ermöglichen. Technische Bravour und intelligente Phrasierung, hohe Klangkultur und geistige Durchdringung kennzeichnen ihr Spiel.“


Manfred Wagner-Artzt:


„Kordic ist eine interessante Künstlerin, die es versteht, ihre markante musikalische Persönlichkeit in ihre Interpretationen einzubringen. Aus der Umsetzung des Notentextes und ihrer sehr persönlichen, subjektiven Ausdeutung entwickelt sich ein Spannungsfeld, das den Zuhörer ihm vertraute Werke in neuem Licht erleben lässt. Ihr Klavierspiel lässt sich wohl am besten mit den Valeurs „Spontaneität“, „Impulsivität“ und „sinnliche Klanggestaltung“ charakterisieren.“