Sofja Gülbaldamova (Deutschland)


Die Instrumente von Bösendorfer sind für mich stets die Verkörperung von höchster Eleganz. Es ist ein Klangideal, in dem Ratio und Emotio im perfekten Einklang sind und die Flügel immer noch die Noblesse und die feinsten Manieren der Zeit in sich zu tragen scheinen, wie in der Zeit, als die Firma geboren wurde. Es ist mir eine ganz große Ehre und nicht minder große Freude, von nun an zur Bösendorfer-Familie zu gehören - umso mehr als diese Instrumente und ihr „Vater“, Ludwig Bösendorfer, eine so tragende und wichtige Rolle im Leben und Schaffen eines meiner Lieblingskomponisten, Ernst von Dohnányi, spielten. Diese „Brücke“ zu ihm macht mich ganz besonders glücklich.

Sofja Gülbadamova, fü r die «poetische Schönheit» ihres Spiels und ihre «frappierende Musikalität, Klangfantasie, tiefenentspannte Pianistik und eine erstaunlich vielfältige Gestaltungspalette» (Dr. M. Struck, Kieler Nachrichten) von der Presse gefeiert, zählt zu den herausragendsten Musikern ihrer Generation. Sie ist Preisträgerin und Gewinnerin zahlreicher Wettbewerbe in Österreich, Frankreich, Spanien, Russland, Deutschland, Belgien und in den USA.
Einen wichtigen Schwerpunkt für die Pianistin bilden die Einspielungen, die dem ungarischen Komponisten Ernst von Dohnányi gewidmet sind. Beim Label Capriccio kamen sowohl eine Doppel-CD mit Solowerken Dohnányis heraus als auch die Klavierkonzerte mit der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz unter Ariane Matiakh, sowie die Variationen über ein Kinderlied Ernst von Dohnányis für Klavier und Orchester unter Modestas Pitrenas. Die letztgenannte CD wurde zu Editor‘s Choice of the Month (02/2022) von der englischen Zeitschrift „The Gramophone“ gewählt und erschien ebenda im Mai 2022 in der Liste der bislang besten Veröffentlichungen. Darüber hinaus wurde sie für den International Classical Music Award (ICMA) nominiert.
Im April 2024 wurde die nächste Folge der Dohnányi-Edition veröffentlicht (Capriccio), die auf dem Bösendorfer-Flügel des Komponisten mit der halbkreisförmigen Clutsam-Tastatur entstand.
Weitere Einspielungen sind u.a. bei Hänssler CLASSIC, Danacord, Querstand erschienen.
Sofja Gülbadamova spielte unter der Stabführung solcher Dirigenten wie Michail Jurowski, Michel Tabachnik, Marko Letonja, Kirill Karabits, Alevtina Ioffe, Marc Piollet, Antoni Wit, um nur einige zu nennen.
Sie trat mit der Staatskapelle Weimar, Norrköping Sinfonieorchester, Belgrader Philharmonischen Orchester, mit dem Philharmonischen Orchester Würzburg, dem Sinfonieorchester Wuppertal und vielen anderen Orchestern auf.
Sofja Gülbadamova gastierte in der Elbphilharmonie sowie in der Laieszhalle Hamburg, in der Berliner Philharmonie, im Konzerthaus Berlin, in der Liederhalle Stuttgart, im Kurhaus Wiesbaden, im Großen Saal der Philharmonie in Sankt Petersburg, in Wien, Paris, Budapest, London, Washington D.C. (USA), sowie bei renommierten Festivals in Europa sowie in Süd- und Nordamerika.
2017 wurde Sofja Gülbadamova zur künstlerischen Leiterin des Internationalen Brahms-Festes Mürzzuschlag (Österreich) ernannt.