Gonzalo Rubalcaba


“We have reached a point in the evolution not only of music, but of the world, where people have less resistance to being mixed. It is a time to be open and anxious to learn beyond your own space. And it doesn’t take anything away from you. In fact it brings rich things to you”, so Gonzalo Rubalcaba im Jahr 2008 in einem Interview mit der New York Times. Seine eigene musikalische Sozialisation war geprägt vom Kuba der 1970er Jahre. Jazz zu spielen wurde damals – vor allem aus politischen Gründen – nicht unterstützt. So war auch der Zugang zu Aufnahmen berühmter Jazz-Musiker bis Mitte der 1980er sehr eingeschränkt.

Bösendorfer Artist Series / Bernhard Rausch

Gonzalo Rubalcaba wuchs in einem musikalischen Haushalt auf, umgeben von musizierenden Geschwistern und berühmten Vorfahren: Sowohl sein Vater als auch sein Großvater waren prominente Musiker. Ergänzt wurde seine musikalische Entwicklung mit einer klassischen Ausbildung am Konservatorium und später am Havana Institute of Fine Arts, wo Rubalcaba Perkussion, Klavier und Komposition studierte. Aus diesen beiden Einflussquellen, der Familie und dem Konservatorium, entwickelte Rubalcaba seine von Percussion geprägte, auffallend melodische Musik.

Weltweite Bekanntheit erlangte Rubalcaba Mitte der 1980er Jahre durch Auftritte mit Charlie Haden und Paul Motian. Im Laufe seiner weltweiten Konzerttätigkeit trat er unter anderem mit Dizzy Gillespie, Chick Corea und Herbie Hancock auf. Fünf seiner 15 Grammy-Nominierungen lagen in der Kategorie „Bestes Jazz-Album“.

Bösendorfer begleitet seine langjährige Karriere: „Die Flügel bieten außer der Bösendorfer Identität dem Spieler auch noch eine Vielzahl von Wegen, den Klang und die Dynamik und sonstige ästhetische Qualitäten nach Wunsch zu erzeugen“, erklärt Rubalcaba seine Begeisterung für die Bösendorfer Flügel. Aber nicht nur das: „Bösendorfer als Hersteller hat einen Teil der Musikgeschichte in Europa geformt, der dann die ganze Welt beeinflusst hat.“